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Mammutmuseum Niederweningen, Eine natur- und kulturgeschichtliche Ausstellung

Heinz Furrer und Andreas Mäder
Stiftung Mammutmuseum Niederweningen, 84 S.  Preis: Fr. 12.-.

Verkauf im Mammutmuseum Niederweningen (www.mammutmuseum.ch) oder per Bestellung an die Stiftung Mammutmuseum Niederweningen, Postfach, 8166 Niederweningen. Der Versand erfolgt mit Rechnung zu Fr. 12.00, zuzüglich Fr. 3.00 Versandspesen.

Die neue Begleitpublikation zur Ausstellung im Mammutmuseum Niederweningen

Das neue, reich illustrierte Museumsheft präsentiert den Inhalt des Mammutmuseums dem Zeitpfeil folgend, von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Ausgehend von heute sind zunächst die archäologischen Erkenntnisse zu den kulturhistorischen Epochen der Region Wehntal–Lägern–Furttal dargestellt. Schritt für Schritt reisen die Besucher zurück ins Mittelalter und durch die Römerzeit, Eisenzeit und Bronzezeit bis in die Steinzeit. Die ältesten archäologischen Funde aus der Region datieren in die ausgehende Altsteinzeit, als das Mammut bereits im Aussterben begriffen war. Ein spannendes Thema ist der Umgang des Menschen mit dem Mammut, belegt durch kunstvoll geschnitzte Elfenbeingegenstände oder Höhlenmalereien aus ganz Europa, die zwischen 35 000 und 10 000 Jahre vor heute entstanden sind.

Im Zentrum des natur- und kulturhistorischen Museums stehen die spektakulären Mammutfunde, die im Juli 2003 und 2004 an der reichhaltigsten Fundstätte eiszeitlicher Wirbeltiere der Schweiz, beim «Mammutloch» von Niederweningen ausgegraben wurden. Herzstück der Ausstellung ist das originale Mammutskelett, das auf einer schräg gestellten Platte so präsentiert wird, wie es während der Ausgrabung zu sehen war. Die Auswertung des reichhaltigen Daten- und Probenmaterials erlaubte es, interdisziplinäre Forschungergebnisse aus der Paläozoologie, Paläobotanik, Geologie und Klimatologie zu präsentieren. Mittels der in der Torfschicht von Niederweningen eingelagerten Pollen und Samen, Hölzer und Moose, Käfer und Kleinsäuger konnten der Lebensraum und das Klima im eiszeitlichen Wehntal vor etwa 45 000 Jahren rekonstruiert werden. Die Synthese in Form eines grossen Wandbildes zeigt den eiszeitlichen Elefanten in Lebensgrösse in seiner natürlichen Umwelt.

Der Zeitkanal führt aber noch weiter zurück in die geologische Geschichte der Region: von den Spuren der früheren Eiszeiten über die Auffaltung der Lägern zu den Ablagerungen der Molasse. Er endet bei den fossilreichen Lägernkalken, die vor 145 Millionen Jahren im Jurameer entstanden.

Heinz Furrer, 14.06.2006

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